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Nach der Wahl

Diesen Artikel habe ich Ende August vor meinem Urlaub geschrieben. Vom Verband waren wir gerade dabei, die Schulungstagung in Heiligenstadt endgültig vorzubereiten. Der Engere Vorstand hat auch in Heiligenstadt getagt und Veranstaltungen des kommenden Jahres geplant. Darüber mehr in der nächsten epheta.

Ende August hingen an vielen Laternen-Masten Wahlplakate und an Straßen-Kreuzungen standen große Plakat-Wände mit den Aussagen der verschiedenen Parteien.

Die Parteien wollten sich zum Teil für dieselben Themen einsetzen:

• Mehr Wachstum in der Wirtschaft,
• mehr Sicherheit,
• mehr Gerechtigkeit,
• Bessere Bildung und Weiterbildung im Beruf,
• Stärkung der Familien,
• Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Wer die Wahlprogramme genauer gelesen hat, konnte dann aber doch Unterschiede bei den verschiedenen Parteien erkennen. Jetzt ist die Wahl vorbei. Sie kennen das Ergebnis.

Unser Spitzenverband „Deutscher Caritasverband e.V.“ in Freiburg hat einige Dinge benannt, die ganz wichtig sind für den sozialen Frieden in der Bundesrepublik.
Dabei geht es um Werte und Ideale des menschlichen Zusammenlebens.

Die Caritas setzt sich besonders ein für Menschen in Not:

• Armut bekämpfen und Altersarmut vorbeugen
Dazu ist ein existenzsicherndes Einkommen wichtig. Das gilt besonders für Menschen, die nur eine Kleinrente beziehen, weil sie nur wenig verdienten oder länger arbeitslos waren. Vielen Jüngeren droht in Zukunft ohne besondere Sicherung die Altersarmut.

• Arbeitslosigkeit bekämpfen
durch besondere Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Modernisierung der Industrie. Mehr Aufnahme und stärkere Integration in den Arbeitsmarkt.

• Familien unterstützen und fördern
Viele Familien leisten soziale Arbeit durch Erziehung, Bildung, Betreuung und Pflege. Dazu braucht es mehr Anerkennung und staatliche Förderung (Kita, Schule, Weiterbildung).

• Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe stärken
Ob reich oder arm, behindert oder nicht behindert: junge Menschen haben Anspruch auf gleiche Chancen in Bildung und Beruf. Kindertageseinrichtungen, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben die Aufgabe, alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen zu fördern.

• Schutzbedürftige aufnehmen und Migration (Einwanderung) gestalten
Flüchtlinge zu schützen ist Pflicht und menschliche Verantwortung. Die Zuwanderung von Arbeitskräften ist wegen der alternden Gesellschaft in Deutschland sinnvoll und wichtig. Dabei ist die Integration in unsere Gesellschaft wichtig.

Ich denke, diesen Zielen können viele Menschen zustimmen und so zu mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft beitragen. Mein persönlicher Wunsch und meine Bitte an die neuen und alten Abgeordneten: Setzt nach Möglichkeit viele dieser Ziele im neuen Bundestag um.

Pastor Wolfgang Schmitz, VKGD-Geschäftsführer



Der neue Bischof, Professor Dr. Peter Kohlgraf auf dem Domplatz in Mainz

Bischofsweihe im Mainzer Dom

Am 27. August kamen 22 Gehörlose in den Mainzer Dom. Es war Bischofsweihe. Über ein Jahr lang war das Bistum ohne Bischof. Jetzt endlich wurde Professor Dr. Peter Kohlgraf zum neuen Bischof geweiht.

Es war beeindruckend. Schon die vielen Polizisten und Menschen vor dem Dom. Dann die Kontrollen zur Sicherheit. Dann die vielen Bischöfe und Priester in ihren Gewändern.

Nur mit einer Eintrittskarte konnte man in den Dom kommen. Hinein durften nur geladene Gäste. Für die Gehörlosen wurde eine Ausnahme gemacht. Wir saßen im Seitenschiff.

Vor uns war eine große Leinwand. Leider war direkt vor uns auch ein Chor. Immer wenn er singen musste, standen alle Sänger auf. Dann konnten wir die Leinwand nicht mehr sehen.

Die Dolmetscherin Ute Kreuch übersetzte die meisten Reden und Ansprachen. Ich übersetzte die Teile, die zum Gottesdienstablauf gehören. Nach dem Gottesdienst erlebten viele noch das fröhliche Fest auf dem Domplatz.

Eine unserer Gehörlosen konnte sogar direkt neben dem Bischof ein Foto von sich mit ihm machen. So ein Erlebnis gibt es nur selten. Es werden wieder viele Jahre vergehen, bis ein neuer Bischof geweiht wird.

Margit Feist